TriSkulpa - Internationales Kunstprojekt

Kunst verbindet – Drei Städte, ein Projekt

TriSkulpa ist ein langfristig angelegtes, internationales und interkommunales Kunstprojekt im Altkreis Warburg (Nordrhein-Westfalen, Deutschland). Erstmals arbeiten die Städte Warburg, Willebadessen und Borgentreich in dieser Form verbindlich zusammen. Projektträger und verantwortlicher Veranstalter ist der eingetragene Verein Stiftung Europäischer Skulpturenpark e.V.. TriSkulpa steht für kulturelle Vernetzung, gesellschaftlichen Dialog und nachhaltige Regionalentwicklung im ländlichen Raum.


Zuordnung zum Handlungsfeld

HF2 – „Kulturland erleben – Tourismus, Kultur und Naturschutz“

Sekundäre Wirkung im

HF1 – „Gemeinschaft leben – Bevölkerung, Landleben und Mobilität“


Ziel des Projektes

TriSkulpa verfolgt das Ziel, von 2026 bis 2036 eine dauerhafte kulturelle Verbindung zwischen Warburg, Willebadessen und Borgentreich aufzubauen.

Durch jährlich neu entstehende Skulpturen im öffentlichen Raum entwickelt sich ein wachsendes künstlerisches Netzwerk, das die Städte des ehemaligen Kreises Warburg landschaftlich, kulturell und gesellschaftlich miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt steht die Idee, Kunst als verbindendes Element zwischen Menschen, Orten und Generationen erlebbar zu machen. TriSkulpa fördert den Dialog zwischen internationalen Künstler:innen, regionaler Bevölkerung und Gästen.

Es geht nicht allein um die Präsentation von Kunstwerken, sondern um einen offenen, partizipativen Prozess, der Begegnung, Austausch und Identitätsbildung ermöglicht.

Über zehn Jahre entsteht so ein dauerhaftes kulturelles Band durch den Altkreis Warburg. TriSkulpa stärkt die regionale Identität, erhöht die kulturelle Sichtbarkeit des ländlichen Raums und positioniert die Region als innovativen Ort zeitgenössischer Kunst, der Offenheit, Vielfalt und nachhaltige Entwicklung miteinander verbindet.


Projektbeschreibung

Start und Projektlaufzeit

📅 Startschuss: September 2026

📆 Laufzeit: 2026–2036

Jährlich findet eine vierzehntägige Projektphase in Warburg, Willebadessen und Borgentreich statt.

  1. Künstlerisches Konzept

Während jeder Projektphase arbeiten an jedem der drei Standorte jeweils drei ausgewählte Künstler:innen. Somit entstehen jährlich neun neue Skulpturen, die dauerhaft im öffentlichen Raum verbleiben.

Die Auswahl erfolgt nach klar definierten Qualitätskriterien:

  • künstlerische Exzellenz
  • Innovationskraft
  • Materialkompetenz
  • thematischer Ortsbezug

Die Künstlerinnen und Künstler stammen:

  • aus der Region
  • aus deutschen Hansestädten
  • aus internationalen Hansestädten

Jede Projektphase steht unter einem jährlich wechselnden Motto, das von der Erd-Charta als Kooperationspartner vorgegeben wird. Dadurch erhalten die Arbeiten einen inhaltlichen Bezug zu Nachhaltigkeit, globaler Verantwortung, kulturellem Dialog und gesellschaftlicher Entwicklung.

Die Werke entstehen sichtbar vor Ort. Besucher:innen können den Entstehungsprozess miterleben, Fragen stellen und in direkten Austausch treten. Dieser offene Werkprozess ist ein zentrales Element von TriSkulpa:

Kunst wird nicht konsumiert, sondern erlebt.

Über zehn Jahre entwickelt sich so ein wachsendes Netzwerk von Kunstorten, das die drei Städte künstlerisch verbindet und ein identitätsstiftendes Band durch die Region zieht.

  1. Gesellschaftliche Wirkung und Bürgerbeteiligung

TriSkulpa versteht Kunst als Motor gesellschaftlicher Teilhabe.

Eingebunden werden:

  • Schulen
  • Jugendgruppen
  • Vereine
  • lokale Initiativen

Workshops, Führungen, Künstlergespräche und Mitmachformate fördern kulturelle Bildung und bauen Hemmschwellen gegenüber zeitgenössischer Kunst ab.

Die jährliche Abschlussveranstaltung – rotierend zwischen den drei Städten – bildet den öffentlichen Höhepunkt. An den letzten beiden Tagen jeder Projektphase findet ein gemeinsames Abschlussfest statt, das Präsentation, Begegnung und gemeinschaftliches Feiern verbindet.

Dieses Format stärkt die interkommunale Zusammenarbeit und schafft ein gemeinsames kulturelles Ereignis für die gesamte Region.

  1. Internationale Dimension

TriSkulpa bindet Künstler:innen aus dem In- und Ausland ein und fördert den kulturellen Dialog über regionale Grenzen hinaus.

Kooperationen mit Kunsthochschulen, Ateliers und internationalen Kulturinstitutionen ermöglichen einen kontinuierlichen Austausch zwischen lokalen und globalen Perspektiven.

Dadurch wird der ländliche Raum nicht nur kulturell gestärkt, sondern international sichtbar positioniert.

  1. Touristische und wirtschaftliche Impulse

Die dauerhaft installierten Skulpturen schaffen neue kulturelle Anziehungspunkte und entwickeln eine künstlerische Route durch den Altkreis Warburg.

TriSkulpa:

  • stärkt die touristische Attraktivität der Region
  • setzt Impulse für Gastronomie und Beherbergung
  • fördert regionale Wertschöpfung
  • positioniert den ländlichen Raum als Ort von Innovation, Kreativität und kultureller Qualität
  1. Nachhaltigkeitsansatz

TriSkulpa verfolgt einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz:

Ökologisch:

  • bewusste Materialwahl
  • langlebige Konstruktionen
  • regionale Wertschöpfung

Sozial:

  • dauerhafte Beteiligungsstrukturen
  • langfristige Netzwerke

Kulturell:

  • bleibende Kunstwerke als öffentliches kulturelles Erbe

Digital:

  • Dokumentation
  • Publikationen
  • Vermittlungsangebote

Die entstandenen Werke, Kooperationen und Begegnungen bleiben über die Projektlaufzeit hinaus sichtbar und wirksam.

Auswirkungen auf die Region

TriSkulpa schafft über zehn Jahre hinweg ein nachhaltiges Netzwerk aus Kunst, Begegnung und Kooperation.

Das Projekt:

  • stärkt die kulturelle Identität der Region
  • intensiviert die Zusammenarbeit zwischen Warburg, Willebadessen und Borgentreich
  • erhöht die überregionale Sichtbarkeit des Altkreises Warburg
  • fördert kulturelle Bildung und gesellschaftliche Teilhabe
  • setzt Impulse für Tourismus und regionale Entwicklung

Langfristig entsteht ein kulturelles Erbe, das nicht nur aus Skulpturen besteht, sondern aus gewachsenen Beziehungen, gemeinschaftlichen Erfahrungen und internationaler Vernetzung.

Kernbotschaft des Projektes

TriSkulpa ist mehr als ein Kunstprojekt.

Es ist ein langfristiges Zeichen für kreative Zusammenarbeit im ländlichen Raum. Über zehn Jahre hinweg entstehen Kunstwerke, Begegnungen und Erinnerungen, die drei Städte dauerhaft miteinander verbinden – identitätsstiftend, inspirierend und zukunftsweisend.

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Projekt, sprechen Sie uns gerne an. Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

TriSkulpa News

Sachstandsbericht zum Kunstprojekt TriSkulpa

Stand: Juni 2026

TriSkulpa nimmt weiter Gestalt an
Die Vorbereitungen für das Kunstprojekt TriSkulpa schreiten in den beteiligten Kommunen kontinuierlich voran. Die bisherigen Abstimmungen, Veranstaltungen und Gespräche haben gezeigt, dass die organisatorischen, infrastrukturellen und künstlerischen Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts geschaffen werden. Das Projekt verbindet Kunst, Kultur, Tourismus, Wirtschaft und Bürgerschaft der Städte Willebadessen, Warburg und Borgentreich im Altkreis Warburg.
Lenkungskreis und Projektsteuerung
Der Lenkungskreis als Fundament der TriSkulpa
Die strategische Steuerung des Kunstprojekts TriSkulpa liegt derzeit in den Händen eines vierköpfigen Lenkungskreises. Ihm gehören Stefan Feierabend, 1.Vorsitzende der Stiftung Europäischer Skulpturenpark e.V. und Vorsitzende des Lenkungskreises, Stefan Berendes, Geschäftsführer der Stiftung Europäischer Skulpturenpark e.V., der Künstler Hans Kordes sowie die Künstlerin Dörte Sprengel an.
Die Zusammensetzung des Gremiums vereint gegenwärtig in ausgewogener Weise die unterschiedlichen Anforderungen eines Projekts dieser Größenordnung. Während Stefan Feierabend und Stefan Berendes insbesondere die rechtlichen, organisatorischen, technischen und finanziellen Rahmenbedingungen verantworten, bringen Hans Kordes und Dörte Sprengel ihre künstlerische Expertise, kuratorische Erfahrung und fachliche Begleitung in die Projektentwicklung ein. Damit bildet der Lenkungskreis derzeit eine ausgewogene Struktur aus 50 Prozent administrativ-organisatorischer und 50 Prozent künstlerisch-kuratorischer Kompetenz.
Mit Blick auf die geplante Laufzeit von mindestens zehn Jahren ist bereits heute vorgesehen, die künstlerische Fachbegleitung deutlich auszubauen. Aus dem derzeitigen Lenkungskreis soll schrittweise ein unabhängiges Kuratorium mit fünf bis sieben Mitgliedern entstehen. Dieses Gremium wird künftig eine zentrale Rolle bei der Auswahl der teilnehmenden Künstler*innen, der fachlichen Bewertung der entstehenden Werke, der Standortfestlegung sowie der inhaltlichen Weiterentwicklung und strategischen Ausrichtung der TriSkulpa übernehmen.
Die Einrichtung eines solchen Kuratoriums wird als wesentlicher Baustein für die langfristige Qualitätssicherung und Profilbildung des Projekts angesehen. Sie soll gewährleisten, dass die TriSkulpa nicht nur als Veranstaltungsreihe, sondern als dauerhaftes, überregional wahrnehmbares Kunst- und Kulturformat mit hoher künstlerischer Qualität etabliert wird.
Standort Willebadessen
Die Willebadessener Kunsttage 2026 haben gezeigt, dass die organisatorischen Voraussetzungen für die Umsetzung der TriSkulpa vorhanden sind. Die Zusammenarbeit zwischen Verein, Behörden, Flächeneigentümern und Ehrenamtlichen funktioniert erfolgreich. Standortleiter Stefan Berendes ist hier ein hervorragender Ansprechpartner.
Standort Borgentreich
Standortleiter Hans Kordes begleitete den Termin mit den Ortsvorstehern, bei dem das Projekt vorgestellt und ein erster persönlicher Austausch geführt wurde. Gemeinsam mit Stefan Feierabend und Bürgermeister Nikolas Aisch wurde zudem ein Unternehmerfrühstück veranstaltet, um die regionale Wirtschaft einzubinden.
Als Veranstaltungsort für TriSkulpa wurde die Burg Borgholz ausgewählt. Die Familie Möltken stellt hierfür geeignete Flächen, Übernachtungsmöglichkeiten für Künstler*innen sowie Räumlichkeiten für Präsentationen und Begegnungen zur Verfügung.
Standort Warburg
Stefan Feierabend und Dörte Sprengel teilen sich die Standortleitung auf Grund der Größe der Stadt Warburg. Sie haben den Sachstandsbericht im Ausschuss für Touristik und Wirtschaft (05/2026) in Hardehausen bereits vorgestellt.
Gemeinsam mit Sören Spönlein der Wirtschaftsförderung, Marketing der Hansestadt Warburg verantwortet, wurde die Niederaue als Veranstaltungsort favorisiert. Ausschlaggebend sind die großzügigen Flächen, die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und das attraktive Ambiente.
Weitere Gespräche mit Ortsvorstehern der Stadtteile der Stadt Warburg und Bürgermeister Tobias Scherf sowie ein Unternehmerfrühstück bei Brauns Heitmann unter Mitwirkung von Geschäftsführer Stefan Kremin sind geplant.
Förderung und weitere Umsetzungsschritte
Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde bereits erreicht. Für das Projekt konnte eine LEADER-Förderung aus dem Förderrahmen der Europäischen Union eingeworben werden. Damit wurde eine wesentliche Grundlage geschaffen, um die weitere Entwicklung und Umsetzung des Vorhabens voranzutreiben.
Aktuell werden durch den Lenkungskreis die letzten erforderlichen Unterlagen und Nachweise für die Einreichung bei der Bezirksregierung vorbereitet. Die Antragstellung befindet sich in der abschließenden Bearbeitungsphase.
Nach Bewilligung des Antrags und Erhalt des Förderbescheides durch die Bezirksregierung können die weiteren Projektschritte verbindlich umgesetzt werden. Hierzu zählen insbesondere: die endgültige Terminplanung, die Beauftragung und vertragliche Bindung von beteiligten Künstler*innen sowie die finalen organisatorischen Vorbereitungen der Veranstaltungsorte.
Mit dem Erhalt des Förderbescheides wird die Grundlage geschaffen, die bisher erarbeitete Projektplanung in die konkrete Umsetzung zu überführen. Die TriSkulpa wird damit von der Planungsphase in die Realisierungsphase wechseln und als sichtbares Kunst- und Kulturprojekt in der Region Altkreis Warburg Wirklichkeit werden.
Ausblick
Künstlerischer Vorgeschmack auf die TriSkulpa in Borgholz
Mit einer eigenständigen Kunstveranstaltung auf dem Gelände der Burg Borgholz soll bereits vor dem offiziellen Start der TriSkulpa ein erster Einblick in die inhaltliche und künstlerische Ausrichtung des Projekts gegeben werden. Die Veranstaltung, entstanden auf Initiative und Einladung der Familie Möltken, versteht sich als kultureller Auftakt und zugleich als Vorgeschmack auf das, was die Region in den kommenden Jahren im Rahmen der TriSkulpa erwarten darf.
Ziel ist es, die zentralen Leitgedanken des Projekts bereits frühzeitig sichtbar und erlebbar zu machen. Kunst im öffentlichen Raum, die Verbindung von Landschaft und Skulptur, der Dialog zwischen Kunstschaffenden und Bürgerschaft sowie die aktive Einbindung regionaler Akteure sollen beispielhaft aufgegriffen werden. Die Veranstaltung wird damit die grundlegende Idee der TriSkulpa wiederspiegeln: Kunst nicht isoliert zu präsentieren, sondern als verbindendes Element zwischen Kultur, Natur, Wirtschaft und Gesellschaft zu verstehen.
Die historische Kulisse der Burg Borgholz bietet hierfür einen idealen Rahmen. Geplant sind künstlerische Interventionen, Ausstellungen, Begegnungsformate und Gespräche, die den Charakter eines offenen Kunstortes entstehen lassen. Besucherinnen und Besucher erhalten die Möglichkeit, die zukünftige Ausrichtung des Projekts kennenzulernen und mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie den Projektverantwortlichen in den Austausch zu treten.
Die Veranstaltung soll zugleich ein Signal für die langfristige Entwicklung der TriSkulpa setzen. Sie markiert den Übergang von der Konzeptions- in die Umsetzungsphase und verdeutlicht den Anspruch, über einen Zeitraum von vielen Jahren einen nachhaltigen kulturellen Mehrwert für die Region zu schaffen.
Bilanz und Perspektive
Die bisherigen Entwicklungen zeigen, dass TriSkulpa auf breite Unterstützung aus Kommunen, Wirtschaft, Kultur und Bürgerschaft trifft. Die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten bildet eine starke Grundlage für die weitere Umsetzung. Der Fokus der kommenden Monate liegt auf der Fertigstellung des Förderantrags, der finalen Terminplanung und der Gewinnung weiterer Partner und Unterstützer.

Für den Lenkungskreis der TriSkulpa

Stefan Feierabend, Stefan Berendes, Hans Kordes und Dörte Sprengel
Vorsitz Geschäftsführung künstlerische Fachvertretung

Download des Berichtes – HIER